Wie lange hält der Akku?

Alles über Pedelecs / E-Bikes
Immer öfter sieht man Fahrräder mit Unterstützung durch einen Elektromotor. Die Entwicklung ist so rasant fortgeschritten, dass diese tollen Flitzer mittlerweile eine echte Alternative zum Auto in den Großstädten geworden sind.
Denn das Dilemma ist bekannt. Man möchte zwar gerne das Auto durch das umweltfreundliche und gesunde Fahrrad ersetzen, aber insbesondere, wenn man damit zur Arbeit fährt, möchte man nicht allzu stark ins Schwitzen geraten. Denn schließlich muss man präsentabel und vor allem professionell aussehen und möchte auch nicht die Mitarbeiter, Kollegen und Kunden durch Schweißgeruch belästigen.
Mit einem Elektrofahrrad – auch Pedelecs oder E-Bike genannt – kann man erstens längere Strecken zurücklegen, da man nicht selbst strampeln muss und kann sich insbesondere bei Steigungen helfen lassen. So kommt man ausgeruht und frisch am Zielort an. Und auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen können mit Motorunterstützung wieder auf Tour gehen.
Mit einem praktischen Elektrofahrrad sind Berufsverkehr und Stau ein Ding der Vergangenheit.
Neugierig geworden? Hier zeigen wir Euch worauf es beim E-Buke ankommt!
Elektrorad-Typen
Elektrofahrräder werden gemeinhin in drei Klassen unterteilt. Von diesen gilt nur eine rechtlich gesehen als normales Fahrrad. Leider kommt es durch die verschiedenen Bezeichnungen, die alle noch nicht vollständig definiert sind, oft zu Verwirrung.
Im Prinzip ist Elektrorad oder Elektrofahrrad der Oberbegriff für Fahrräder mit Elektromotorunterstützung. Dabei haben sich folgende Kategorien etabliert:
⎫ Pedelec
Das Pedelec (Pedal Electric Cycle) hat einen Elektromotor von max. 250 Watt und unterstützt den Fahrer mit diesem während des Tretens. Dabei erreicht es eine Geschwindigkeit von maximal 25 km/h. Will man schneller fahren, so hängt dies allein von der eigenen körperlichen Leistung ab. Bei einem durchschnittlichen Radfahrerbeträgt diese Eigenleistung etwa 100 Watt. Wieviel Unterstützung man haben möchte, kann man in mehreren Stufen einstellen. Diese hängt dann von der Pedalkraft oder der Trittfrequenz des Fahrers ab.
Die Definition eines Pedelecs ergibt sich aus Paragraf 1 Absatz 3 des Straßenverkehrsgesetzes, wodurch es dem Fahrrad rechtlich gleichgestellt ist. Aus diesem Grund benötigt man weder ein Versicherungskennzeichen noch eine Zulassung oder einen Führerschein. Für die Benutzung des Pedelec besteht keine Helmpflicht oder Altersbeschränkung.
Allerdings hat sich der Begriff im Sprachgebrauch der meisten Menschen nicht etabliert. Die meisten Menschen sprechen von E-Bike, was eigentlich eine andere Fahrzeugklasse ist.
Das Pedelec macht über 90 Prozent des Marktes aus.
Schnelle Pedelecs / S-Klasse
Die sogenannten schnellen Pedelecs, die oft auch als Schweizer Klasse oder S-Klasse bezeichnet werden, gehören nicht mehr zu den Fahrrädern, sondern werden vielmehr als Kleinkrafträder eingestuft. Prinzipiell funktionieren zwar auch diese elektrischen Fahrräder wie ein Pedelec, aber die Motorunterstützung schaltet sich erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h ab. In dieser Klasse ist derzeit eine maximale Nenn-Dauerleistung der Motoren von 500 Watt erlaubt.


Wie viel kostet ein E Bike?

⎫ Für die Benutzung dieser schnellen Klasse ist eine Betriebserlaubnis beziehungsweise eine Einzelzulassung des Herstellers vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) erforderlich. Zudem braucht man für dieses schnelle Elektrofahrrad ein Versicherungskennzeichen (die Kosten liegen bei etwa 70 Euro pro Jahr). Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) sieht als bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 45 km/h an. Deshalb muss der Fahrer mindestens 16 Jahre alt sein und muss eine Fahrerlaubnis der Klasse AM besitzen. Das Tragen eines Schutzhelms ist ebenfalls vorgeschrieben, wobei dieser jedoch nicht näher beschrieben wird. Man kann also davon ausgehen, dass ein guter Fahrradhelm der Vorschrift genüge tut.
Allerdings haben einige Helmhersteller mittlerweile spezielle Helme im Programm, die die Motorradnorm erfüllen, aber wesentlich leichter und besser belüftet sind. Sie bieten somit große Sicherheit bei eindeutig angenehmerem Tragekomfort.
Übrigens darf man auf Radwegen mit dem schnellen Pedelec nicht fahren, auch wenn diese eventuell für Mofas frei gegeben sind.
⎫ E-Bikes im engeren Sinn
Die dritte Kategorie sind die E-Bikes (Vorsicht, der Name wird oft, wie bereits beschrieben, fälschlich benuzt). Sie sind eher ein Elektromofa, denn man kann mithilfe des Elektroantriebs auch fahren, ohne selbst in die Pedale treten zu müssen. Bedient wird der Antrieb per Drehgriff oder Schaltknopf. Wird die Motorleistung von 500 Watt und eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 km/h nicht überschritten, gelten diese Fahrzeuge dann als Kleinkraftrad. Auch hier sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und mindestens eine Mofa-Führerschein zum Fahren vorgeschrieben. Will man schneller als 20 km/h fahren, muss man selber in die Pedale treten. Eine Helmpflicht bestehet hier aufgrund der geringen Geschwindigkeit nicht. Von den drei beschriebenen Kategorien ist diese die unwichtigste auf dem Markt, da sie nur einen ehr geringen Anteil besitzt.
Fazit zum Elektrofahrrad
Durch die verschiedenen Kategorien findet jeder das passende Elektrofahrrad für seine Bedürfnisse und Vorstellungen. Wir haben ein gutes Sortiment von verschiedenen Herstellern und unterschiedlichen Modelle. Schaut Euch doch einfach mal ein bisschen um!